Landgewinnung an der deutschen Nordseeküste


Die Nordseeküste ist ein weiterer beliebter Erholungsraum der Deutschen. Vor allem im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, erhöht sich der Touristenstrom enorm. Aber auch zu anderer Zeit sind z.B.Wattwanderungen eine beliebte Aktivität. 

Alle Jahre wieder kommt es leider zu den gefürchteten Sturmfluten. Dann steht die Sicherung der Deiche oder aber schon die Rettung der von Wasser eingeschlossenen Menschen im Vordergrund. Der Bau von immer größeren Deichen und die Landgewinnung aus dem Meer sind heutzutage bewerte Maßnahmen gegen die Sturmfluten.

Hierbei wollen wir uns die Landgewinnung einmal näher betrachten:

Die Ablagerung von Schlick und Feinsanden ist in den Gezeitengebieten des Wattenmeers ein natürlicher Vorgang. In ruhigem Wasser sinkt der Schlick zu Boden und erhöht ihn. Diese natürliche Landbildung wird seit dem 18.Jahrhundert vom Menschen unterstützt. Bei der Landgewinnung unterscheidet man 4 Phasen:

 

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Es werden Lahnungen errichtet. Sie bewirken eine Verringerung des Wellenschlags und der Strömung. Der im Flutwasser enthaltene Schlick sinkt zu Boden und erhöht ihn.
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Jahr für Jahr werden Gräben (Grüppen) ausgehoben. Mit dem ausgegrabenen Schlick werden die Beete erhöht. So wächst das Land langsam in die Höhe.
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Nach einigen Jahren wächst auf dem Schlick der Queller, der mit seinen feinverzweigten Wurzeln den Boden festigt und mit seinen Stengeln den Schlick zurückhält.
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Wenn das Neuland hoch genug geworden ist, wird zum Schutz vor Sturmfluten ein Deich davor gebaut. Das eingedeichtes Neuland bezeichnet man als Koog.
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© Konrad-Agahd-Grundschule, Donnerstag, 03. Oktober 2002